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Ledermöbel – eine Bereicherung für jeden Raum

Es gibt unzählig viele Arten und Sorten von Leder. Diese unterscheiden sich sowohl durch die Herkunft und den Verwendungszweck des Leders, als auch nach Gerbart und Färbung. Am häufigsten stammt Leder von Rindern, Lämmern oder Schweinen. Grund hierfür ist, dass Leder überwiegend von Tieren gewonnen wird, die aus Züchtung für Fleischgewinnung stammen. Im Allgemeinen kann man, ohne auf die genaue Herkunft des Leders zu achten, verschiedene Ledervarianten für die Herstellung von Möbeln nutzen.

Anilin-Leder (naturbelassenes Leder) zum Beispiel ist angenehm weich und warm. Es zeichnet sich durch seine Anschmiegsamkeit und hohe Qualität aus. Diese Lederart ist atmungsaktiv und nimmt Körperwärme sehr schnell an. Allerdings hat es den Nachteil, dass es ausbleicht und relativ anfällig für Verschmutzungen ist. Ein “speckiges” Aussehen ist nach einigen Jahren bei diesem Leder bedauerlicherweise recht häufig der Fall. Dafür ist der Pflegeaufwand hier eher gering. Jährlich sollte dieses Leder etwa zweimal gepflegt werden. Anilin-Leder bietet hohen Komfort für Lederkenner, sollte jedoch sorgsam genutzt werden.

Möbel, die mit Semi-Anilin-Leder (leicht pigmentiertes Leder) verarbeitet sind, weisen im Vergleich mit naturbelassenem Leder nur eingeschränkte Atmungsaktivität auf, dafür passt es sich jedoch gut der Raum- und Körpertemperatur an. Semi-Alinin-Leder bleicht kaum aus und ist weniger empfindlich als naturbelassenes Leder. Darüber hinaus reicht es aus, das Leder etwa zweimal jährlich zu Pflegen. Diese Lederart muss außerdem nicht so intensiv geschont werden wie Anilin-Leder, da es etwas robuster ist. Am unempfindlichsten und für den intensiven Gebrauch bestimmt ist pigmentiertes Leder (gedecktes Leder). Es erweist sich allerdings als weniger atmungsaktiv, erwärmt sich viel langsamer und wird ständig als kühl empfunden. Zudem ist es kaum anschmiegsam oder weich. Beim Pflegeaufwand sammelt pigmentiertes Leder jedoch wieder Pluspunkte, denn es reicht aus, wenn es feucht abgewischt wird. Einmal pro Jahr kann allerdings eine Lederpflege aufgetragen werden.

Nubuk-Leder fühlt sich angenehm warm und samtig an und weist eine schöne Struktur auf. Hier findet man jedoch auch den Nachteil der hohen Empfindlichkeit, denn das Leder wird mit der Zeit glänzend und wirkt speckig. Die Gefahr, dass sich unschöne Flecken bilden, ist relativ hoch, und es bleicht recht schnell aus. Je nach Beanspruchung sollte Nubuk-Leder mindestens zweimal jährlich gepflegt werden.

Quelle zum Artikelbild: http://www.eissmann.de/content/images/produkte/material_leder.jpg